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Stefanie

verrückte Nudel vom Dienst ;)

Beiträge: 1 794

Wohnort: Hamburg

1

Sonntag, 23. Mai 2010, 12:14

Tiere präparieren

Hallo!

Wie steht ihr zum "Ausstopfen" von Tieren ?

Also so mit Wildtieren hab ich da weniger Probleme mit, finde ich sogar recht gut, da man dann zB im Bio-Unterricht Kindern auch Tiere zeigen kann, die die Kinder so nie zu Gesicht bekämen.Oder eben auch Wahrzeichen zu bewahren, wie zB die Antje aus Hamburg.
Aber wenn ich daran denke eines meiner Tiere ausstopfen zu lassen, damit kann ich mich so gar nicht anfreunden. So sehr wie ich meine Tiere liebe, nein, ausstopfen lassen würde ich sie nicht.

Und wo wir schon dabei sind: wie geht ihr mit dem Tod eurer Tiere um ? Was geschieht mit dem Körper eurer Tiere nach dem Sterben ?

Lieben Gruß
Steffi
Dein Lächeln ist Dein Regenschirm gegen die Tropfen des Lebens

Alle Frauen sind Engel, wenn ihre Flügel brechen ,fliegen sie auf Besen weiter

Totostina

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Beiträge: 1 319

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2

Sonntag, 23. Mai 2010, 17:07

Huhu

Ich seh das ähnlich wie Du.Ausser z.B. ein Jäger der da Hirschgeweihe hängen hat um sich zu brüsten,welch ein Ender er denn da geschossen hat.Nee,das muss nicht sein.

Meine eigenen Tiere möchte ich auch nicht ausgestopft haben.Auch ein Tierfriedhof kommt für mich nicht näher in Betracht.Zuviel Vermenschlichung.Aber kann Friedhöfe eh nicht leiden und meide sie.Dementsprechend würde ich auch ein Tiergrab wohl nicht wirklich pflegen.Wobei ich schon Verständnis habe wenn Familie Müller ihren Wellensittich Hansi im Garten begräbt den Kindern zuliebe.

Vielleicht ändere ich mal meine Meinung dazu wenn sowas akut wird.Aber wissen tu ich das nicht.

Und Du?

LG Tina
Schreibfehler sind Spezialeffekte meiner Tastatur!!!

:DPssst...Schweig Püppchen,Barbie kann auch nicht reden!

Birgitt

Fortgeschrittener

Beiträge: 427

Wohnort: Niedersachsen

3

Sonntag, 23. Mai 2010, 18:52

Huhu,

puh, das ist ein interessantes, aber auch komplexes Thema, finde ich...

Ich fange mal mit den Wildtierpräparaten von Großwild- und sonstigen Jägern an:
Ich denke, dass es sich dabei rein um "Trophäen" handelt, da ja zum lebenden Tier kein weiterer Bezug des Jägers bestand. Wenn die Präparate für Museen o.ä. verwendet werden, sehe ich das auch positiv, aber was jemanden bewegt, sich ausgestopfte, selbst-getötete Tiere an die Wand zu hängen (privat), kann ich nicht nachvollziehen! :thumbdown:
Und für meine eigenen Tiere käme dieser Anblick für mich persönlich überhaupt nicht infrage!!!

Tierfriedhöfe hin oder her: ich denke, da sollte jeder tun, was er selber für das Richtige entscheidet...
Es klingt vielleicht albern oder abgehoben, aber ich denke für mich, dass die Seele den Körper beim Tod verlässt. Die Erinnerung trage ich dann im Herzen, und finde sie nicht auf irgendeinem Friedhof. Das ist höchstens ein Anlaufpunkt für einen selber, um irgendwie "in Kontakt" zu bleiben. Das muss jeder für sich selbst entscheiden.
Für unseren gemeinsamen Kater hatte mein Ex nach dem Einschläfern beim TA entschieden, dass er eingeäschert wird, und seine Asche in einem Rosengarten verstreut wird.
Ich fand die Entscheidung superschön, da weder er noch ich damals eine Möglichkeit hatten, ihn privat zu beerdigen. (Und ein vorhandenes Grab hätte an meinen Gefühlen nichts geändert...) So hat aber wenigstens sein toter Körper noch eine respektvolle Behandlung erfahren...
Das ist aber natürlich nicht bei jedem Haustier so ohne weiteres möglich (wenn ich an mein Pferd denke...) oder finanziell im Rahmen möglich...

Anders sieht es bei meinen AQ_Bewohnern aus. Ich hänge zwar auch an meinen "besonderen" Schnecken...aber wenn sie denn leider sterben, dann hebe ich ihre Häuschen auf...
Einzig meine paar gehaltenen Fische habe ich damals auch im Garten beerdigt.

Die wunderschöne Exuvie von meinem großen Galizier-Krebs habe ich ihm leider auch geklaut und trocknen lassen. Die sah einfach zu schön aus, um sie auffressen zu lassen! Er hat aber ein kulinarisches Trostpflaster dafür bekommen... Na ja, dafür musste er ja gottseidank auch nicht sterben. ;)

LG
Birgitt

Domino

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Beiträge: 317

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Beruf: Ingenieurin (Nachrichtentechnik)

4

Mittwoch, 26. Mai 2010, 08:41

Also diese Trophäensammlungen finde ich widerlich. Meine Mama hatte mal einen Bekannten, der war leidenschaftlicher Jäger und hatte eine ganze Wand voll mit diesen ausgestopften Köpfen. Pfui, das fand ich schon als kleines Kind eklig und unheimlich!
Wenn ein Wildtier stirbt und dann zum Erhalt oder zu Demonstrationszwecken ausgestopft wird, ist es okay. Aber extra dafür ein Tier zu töten kommt bei mir nicht in Frage, auch nicht bei Wildtieren.

Ein Haustier würde ich nie nie nie ausstopfen lassen...
Meine beiden Kater sind bei einer Freundin im Garten begraben, das fand ich damals sehr schön, zumal dort auch schon einige ihrer Katzen liegen.
Und bei anderen Tieren? Besonders schöne Gehäuse von Schnecken aus dem Aquarium hebe ich auf - bei Fischen fand ich es bis jetzt irgendwie eklig, sie rauszutragen und zu begraben, zumal ich ja jetzt keinen Garten mehr habe... irgendwie ist der Fisch ein Wassertier und somit gehört er für mich nicht in die Erde, sondern ins Wasser, auch wenn er nicht mehr lebt! Wobei ich nicht weiß, was ich mit meinem "Fred" machen würde, wenn er sterben würde. Er ist ein echter Charakterfisch und hat etwas besseres verdient als den Keramikexpress :D
Liebe Grüße von Julia!

Birgitt

Fortgeschrittener

Beiträge: 427

Wohnort: Niedersachsen

5

Mittwoch, 26. Mai 2010, 18:35

Hallo Julia,

komisch... das mit den Fischen ging mir irgendwie auch immer so, wie Dir.
Ich habe meine besonderen Lieblinge zwar meist im Garten verbuddelt, aber ganz richtig kam mir das mit der Erde auch nicht vor.
Der Keramikexpress kam auch nicht infrage!
Wie wäre es, einen Fisch in einem Marmeladenglas mit Wasser aus dem AQ in der Erde zu vergraben?
Aber natürlich wünsche ich Deinem Liebling noch ein laaanges Leben!

Die Mutter eines früheren Freundes hatte auf dem Flur viele ausgestopfte Tiere an der Wand hängen (Eichhörnchen, Vögel, Rehkitz) 8|
Ich fand das immer irgendwie Leichenhallen-mäßig und gruselig... Zumal die Frau keinerlei fachliches oder sonstiges Interesse an solchen Tieren hatte; sie fand die halt nur schön Würg
Da schaue ich mir die Eichhörnchen lieber im Wald an - lebend!

LG
Birgitt

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