Hallo zusammen,
Holz kann man nicht nur zum Heizen, sondern auch zum Füttern verwenden.
Wie das?
Nun, dazu möchte ich Euch meine 3 Panaque vorstellen, ich fange in der Reihenfolge der L-Nummerierung an:
Der L 190, Panaque cf. nigrolineatus, Wildfang, ca. 13 cm, das Tier stammt aus dem Bereich des Rio Metas in Kolumbien.
edit fsf-team: bilder liegen auf eigenem space, verlinkung daher erlaubt.
Der L 191, Panaque sp., Wildfang, ca. 9 cm, dieses Tier stammt ebenfalls aus Kolumbien, Einzugsbereich des Rio Caguan
Der L 330, Panaque sp., Wildfang, ca. 25 cm, auch dieser Fisch stammt aus Kolumbien, aus der Gegend um den Rio Guejar
Die Panaque vertragen sich untereinander sehr gut, sind aber etwas territorial. Ausser gelegentlichen Rangeleien habe ich bisher allerdings keinerlei größere Auseinandersetzungen beobachten können.
Ernährt werden sie mit rohen, großzügig (Solanin) geschälten Kartoffeln, Möhren (Wurzeln), Gurken, Paprika und Wels-Chips. Sie fressen auch Frostfutter (rote und schwarze Mückenlarven, Mysis, Artemia und Tubifex).
Die Pleco-Tabin-Futtertabletten (25 mm Durchmesser) von Tropical - die ich extra für sie gekauft habe - rühren die Viecher allerdings nicht an.
Das machen die extra nicht, weil sie mich ruinieren und schikanieren wollen (genauso wie die Katzen). Nun stehen von der 1200 ml-Dose noch 1150 ml rum.
Die Panaque raspeln sehr viel an dem Eichen-Holz rum, welches ich reichlich im Becken habe. Dieses Holz benötigen sie zur Ernährung/Verdauung und haben dadurch einen sehr starken Rohfaser-Umsatz, der sich in reichlich Dreck im Becken wiederfindet.
Das Raspeln kann man - bei entsprechender Stille im Wohnzimmer - sehr gut hören.
Zumindest meine Panaque haben bisher die Pflanzen im Becken völlig ignoriert, es wird aber immer wieder berichtet, dass die Viecher ganze Pflanzenbestände in einer Nacht auffressen.
Das scheint nach meiner Ansicht aber in solchen Fällen ein Futterproblem zu sein, mit ein paar Tabletten sind zumindest größere Tiere nicht zu ernähren, bei mir verputzen sie täglich ein Kartoffel in der Größe eine Tischtennisballes bzw. entsprechend anderes Gemüse.
Ansonsten werden die Tiere in sehr weichem Wasser bei PH ~ 6,3 und Leitwert von ~200 µS/cm gehalten, die Temperatur beträgt 30 Grad.
Unbedingt erforderlich ist dieses weiche saure Wasser jedoch nicht, Panaque können auch in härterem, alkalischem Wasser gut gehalten werden.
Die Tiere wurden in Gefangenschaft bisher nicht nachgezüchtet, jedenfalls finden sich keine Zuchtberichte oder Literaturangaben.
Panaque können eine respektable Größe von bis zu 40 cm erreichen, wachsen aber verhältnismäßig langsam.
Panaque sind skurrile und mir höchst sympathische Pfleglinge, die ich in meinem Aquarium nicht mehr missen möchte.
Ausserdem lassen sie sich mit Diskusfischen ausgezeichnet vergesellschaften.