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Gitta

unregistriert

1

Samstag, 23. August 2008, 17:54

Bänderschäden bei unserer Hündin

Hallo.

Im vorigen Jahr fing es an und unsere Hündin begann zu humpeln. Zuerst dachten wir, dass sie sich beim Springen etwas verletzt hat, aber innerhalb weniger Tage konnte sie gar nicht mehr laufen.

Nachdem feststand, dass sie einen großen Bänderschaden hatte, wurde sie im November 2007 operiert. Nach ein paar Wochen konnte sie wieder gut laufen. Bereits vor und auch nach der Operation bekam sie als Medikament "Metacam". Dies deswegen, weil auch der zweite Hinterlauf einen (allerdings noch geringen) Schaden aufweist und sie noch nicht operiert werden muss.

Nun aber stellt sich die Frage, ob wir wirklich täglich das Medikament geben sollen oder aber eine Woche durch und dann eine Woche aussetzen? Oder aber soll sie besser nur jeden 2. Tag ihre Tropfen bekommen. Bisher machen wir es so, dass wir täglich die Hälfte der Dosis verabreichen.

Hat jemand Erfahrung, wie es mit der Langzeitmedikation aussieht? Im Beipackzettel steht nichts, was darauf hinweisen würde, dass man das Medikament nicht langfristig verabreichen soll.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Gitta« (23. August 2008, 19:43)


Dieter

unregistriert

2

Montag, 25. August 2008, 13:39

Hallo Gitta,

die derzeitige Verabreichung der Hälfte der Normaldosis ist richtig.
Metacam - bzw. der darin enthaltene Wirkstoff Meloxicam - ist für eine Dauerapplikation geeignet und sollte dann mit 0,1 mg/kg Körpergewicht verabreicht werden.

Siehe dazu: www.vetpharm.uzh.ch

Unterstützend wäre noch zu überlegen, ob eine Behandlung mit Hyaloronsäure erfolgversprechend wäre.

Bei Erkrankungen dieses Formenkreises werden auch gute Erfolge mit Extrakten der grünlippigen neuseeländischen Zuchtmuschel (perna canaliculus) erzielt, ebenso mit homoöpathischen Mitteln (z.B. Traumeel)

Letztendlich kannst Du auch versuchen, ob Dein Hund auf eine Futterzugabe mit Ingwer anspricht.
Ingwer habe ich mit Erfolg bei einem arthrosekranken Pferd und eine Kollegin bei einem hd-kranken alten Hund eingesetzt. Beide Tiere waren deutlich mobiler

Zum Einlesen siehe: www.lehrer.uni-karlsruhe.de/~za546/ingwer.html

Da Ingwer Scharfstoffe enthält, kann es anfänglich bei der Futteraufnahme zu Akzeptanzproblemen kommen.

Viel Erfolg.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Dieter« (25. August 2008, 13:50)


Gitta

unregistriert

3

Montag, 25. August 2008, 14:28

Hallo Dieter,

ich danke Dir sehr für Deine ausführliche Antwort.

Ganz besonders ins Auge fassen werde ich die Zugabe von homöopathischen Mitteln wie Traumeel und ggf. auch die Ingwerwurzel. Dass Maxi Akzeptanzprobleme beim Futtern haben wird, denke ich nicht, da sie alles, was sie von mir bekommt, auch annimmt. Ein Versuch ist es allemal wert.

Man hatte mir in einem Hundeforum geschrieben, dass eine Dauermedikation von Metacam zu Leberschäden führen kann. Vergleichbares hatte ich im Netz dazu aber nicht gefunden und Du hast mich mit Deinem Text und den Links auch diesbezüglich beruhigt.

Sobald das Metacam zu Ende verbraucht ist, werde ich versuchsweise auf eine von Dir vorgeschlagene Alternative umsteigen und schauen, wie es ihr dann gehen wird. Derzeit ist Maxi sehr mobil, sie springt bereits wieder hoch, was sie eine ganze zeitlang nicht konnte.

Auf jeden Fall werde ich zu gegebener Zeit weiter berichten.

Birgitt

Fortgeschrittener

Beiträge: 427

Wohnort: Niedersachsen

4

Montag, 25. August 2008, 20:38

Hallo Gitta,

ich weiß nicht, ob es jetzt so wirklich in Dein Thema gehört...aber ich wollte Dir gern sagen, dass ich mit Traumeel (injiziert) sehr gute Erfahrungen gemacht habe.
Allerdings bei einem Arthrose-kranken Pferd, das kaum noch laufen mochte. Parallel wurde ein Bewegungsprogramm gestartet, wie das Tier mochte und konnte. Um die Muskulatur wieder aufzubauen und die Gelenke somit weiter zu entlasten...
Das Pferd läuft heute wieder richtig gut - nach einer täglichen kurzen "Einlaufzeit" - und es geht ihm auch insgesamt viel besser.

Inwieweit sich meine Erfahrungen jetzt auf einen Hund mit Bänderschaden übertragen lassen... keine Ahnung; leider.
Aber ich wünsche Deiner Maxi gute Besserung und dass ihr die 2. OP erspart bleiben möge!
Birgitt

Dieter

unregistriert

5

Dienstag, 26. August 2008, 14:34

Hallo Gitta, Hallo Birgitt,

sicherlich würde auch Traumeel bei Hunden helfen.
Jedenfalls dann, wenn Traumeel zu dem individuellen Hund das passende Medikament ist.
Bei einem spat-erkrankten Pferd habe ich vor langen Jahren einige Erleichterung mit einem homoöpathischen Mittel erreicht, welches Bestandteile von Hekla-Lava enthielt.
Hekla ist ein Vulkan ist in Island und man hat beobachtet, dass Schafe, die in der Gegend weiden, gehäuft Knochenwucherungen (Exostosen) aufwiesen.
Aber auch mit Teufelskralle oder der grünlippigen Zuchtmuschel habe ich bei meinem jetzigen Pferd den Verlauf der Arthrose doch deutlich hemmen können.

Gitta

unregistriert

6

Donnerstag, 11. September 2008, 16:34

Hallo Ihr,

mal kurz berichten:

Die Metacam-Dosis hatte ich eine Weile auf die Hälfte reduziert. Maxi kam gut damit zurecht.

Am Montag nach dem Morgenspaziergang plötzlich hob sie ihr linkes Hinterbeinchen hoch und trat nicht damit auf. Dies passierte erst, als ich sie zu Hause wieder aus dem Auto gehoben hatte und Maxi ins Haus rein gehen wollte. Oha.... die zweite OP steht wohl doch in Kürze ins Haus.

Ich gab Maxi sofort wieder die normale Dosis und bereits am Abend konnte sie schon wieder fast normal laufen, am Dienstagmorgen war alles wieder im grünen Bereich. Bisher kein weiteres Humpeln von ihr, obwohl sie gerade heftig mit anderen Hunden getobt hat.

Dies nur mal als kleine Zwischeninformation. Bisher habe ich noch kein anderes Mittel probiert.

In der Anlage Bilder von Maxi mit Verband und im T-Shirt nach ihrer Operation Ende vergangenen Jahres. Sie tat uns unendlich leid.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Gitta« (11. September 2008, 16:36)


Stefanie

verrückte Nudel vom Dienst ;)

Beiträge: 1 794

Wohnort: Hamburg

7

Freitag, 12. September 2008, 17:35

Oje Gitta,

ich hoffe, ihr könnt die OP noch ein wenig hinaus zögern.Ist ja auch immer sehr belastend.Für das Herrchen/Frauchen wie auch für den Hund.
Dein Lächeln ist Dein Regenschirm gegen die Tropfen des Lebens

Alle Frauen sind Engel, wenn ihre Flügel brechen ,fliegen sie auf Besen weiter

Dirk

Moderator

Beiträge: 139

Wohnort: Hamburg

Beruf: Verfahrensmechaniker

8

Samstag, 13. September 2008, 22:59

Hallo Gitta

Ich hoffe doch das eine weitere OP erstmal nicht nötig ist.
Auf jedenfall wünsche ich Maxi alles gute.
Und dir natürlich auch, denn ich denk mal du leidest mehr
als Maxi.

Gruß Dirk
Gruß Dirk

Ich bin nur dafür verantwortlich, was ich sage- nicht dafür, was Du verstehst

Dieter

unregistriert

9

Samstag, 13. September 2008, 23:09

Hallo Gitta,

na, das hört sich doch erstmal gut an.
Vielleicht geht es ja auch ohne OP.
Rückschläge sind bei einer chronischen Erkrankung nie ganz auszuschliessen.
Wenn sich das Metacam bei Maxi derart bewährt, würde ich auch zunächst nichts anderes geben, es sei denn, nach tierärztlicher Indikation.

Gitta

unregistriert

10

Samstag, 13. September 2008, 23:12

Danke schön für Eure lieben Wünsche.

Seit Dienstag hat Maxi nun erst einmal kein Beschwerden mehr, soweit ich es erkennen kann, denn sie tollt wieder mit anderen Fellnasen herum.

Stimmt genau Dirk: Wenn es der Maxi nicht gutgeht, dann leiden wir mehr als sie. Das Schlimme ist, dass die Tierchen so still vor sich hin leiden und einfach nur traurig aussehen. Aber wie gesagt: Maxi geht es derzeit wieder richtig gut. Sie bekommt nun auch die normale Dosis, die ich ab kommender Woche wieder auf die Hälfte reduzieren werde.