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Stefanie

verrückte Nudel vom Dienst ;)

Beiträge: 1 794

Wohnort: Hamburg

1

Mittwoch, 17. September 2008, 13:28

immer wieder kehrende Blasenentzündung

Hallo!

Bei unserem Hund Stanley kommt es immer wieder zu Blasenentzündungen und Penisspitzenreizungen, wenn in der Nähe läufige Hündinnen sind.
Abtasten der Prostata blieb ohne Befund.
Behandelt wird es mit Antibiotika, was auch eine rasche Linderung bringt
Unser Tierarzt empfiehlt eine Kastration des Hundes

Hat da jemand Erfahrung mit, wie sich die Kastration auf das Wesen des Tieres auswirkt? Nicht das wir nachher einen noch ruhigeren Hund haben.
Welche Nachteile hat eine Kastration im Allgemeinen in Bezug auf Gewicht?

Und vor allem, wie groß ist die Gefahr einer Narkose in seinem Alter ?

Welche Probleme könnte es nach sich ziehen, wenn wir ihn nicht kastrieren lassen? Könnte das zu einer chronischen Krankheit führen?


Vielen Dank schon mal für eure Hilfe
Dein Lächeln ist Dein Regenschirm gegen die Tropfen des Lebens

Alle Frauen sind Engel, wenn ihre Flügel brechen ,fliegen sie auf Besen weiter

Mumpitz

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Beiträge: 38

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2

Mittwoch, 17. September 2008, 15:28

Moin Steffi!

Viele Fragen hast Du da! Ich fang mal langsam mit Gegenfragen an:

Wie alt ist Stanley und wie äußert sich die Blasenentzündung und die Penisspitzen-Reizung?
Fieber?
Welche Rasse ist Stanley?
Ist er sonst gesund (Herz)?
Hat er außerhalb der Läufigkeitszeiten einen Vorhautkatarrh?
Ist Urin untersucht worden? Wenn ja, was ich annehme, mit welchem Befund?

Es gibt neuerdings eine ganz gute Alternative zur chirurgischen Kastration...
Wer nicht kann was er will, muss wollen was er kann! (L. da Vinci)

Stefanie

verrückte Nudel vom Dienst ;)

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3

Mittwoch, 17. September 2008, 15:57

Hallo Louise!

Stanley ist jetzt 8 Jahre alt und ein Schäferhund-Collie-Labrador-Mischling.

Die Blasenentzündung ging jetzt beim letzten Mal mit Blut im Urin einher.Zudem ist die Menge an Urin verändert.Also er pullert öfters und markiert weniger.
Ausserdem leckt er sich vermehrt dann am Penis, welcher gerötet ist.
Temperatur ist nur leicht erhöht gewesen.

Bisher wurde nichts am Herz oder weitere Krankheiten/Beeinträchtigungen fest gestellt.Gewicht liegt im Schnitt bei 35 kg.

Der Urin wurde bisher nicht untersucht
Es ist auch kein Vorhautkatarrh fest gestellt worden


Zitat

Es gibt neuerdings eine ganz gute Alternative zur chirurgischen Kastration...


welche Alternative?
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Mumpitz

Anfänger

Beiträge: 38

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4

Mittwoch, 17. September 2008, 17:04

Zitat

Original von Stefanie
Die Blasenentzündung ging jetzt beim letzten Mal mit Blut im Urin einher.
Wirklich im Urin? Sichtbar, wenn ohne Teststreifen festgestellt? Oder doch spontanes Blut-Tröpfeln aus dem Penis?
Ausserdem leckt er sich vermehrt dann am Penis, welcher gerötet ist.
Könnte das theoretisch auch vom Lecken kommen?
Der Urin wurde bisher nicht untersucht
Ich würde mal einen Teststreifen reinhalten lassen. Wäre sowieso wichtig, um gegen Ende der Behandlung feststellen zu können, ob die Blasenentzündung auch wirklich ausgeheilt ist (wenn es denn wirklich eine ist)
Es ist auch kein Vorhautkatarrh fest gestellt worden
Es "suppt" also nicht immer ein bißchen gelblich oder grünlich aus der Vorhaut?

Zitat

Es gibt neuerdings eine ganz gute Alternative zur chirurgischen Kastration...


welche Alternative?
Ein Implantat, wird wie der Mikrochip mit einer "Spritze" unter die Haut gesetzt, ähnlich wie neuerdings zur Verhütung bei Frauen - wirkt jeweils ein halbes Jahr und stellt den Rüden, nach anfänglichem "Aufschwung" hormonell absolut ruhig. Heißt "Suprelorin" - weiß nicht, ob man da unter Google schon etwas drüber findet, ist im Ausland schon länger zugelassen.
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Stefanie

verrückte Nudel vom Dienst ;)

Beiträge: 1 794

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5

Mittwoch, 17. September 2008, 18:08

Hallo Louise!

Erst einmal vielen Dank für Deine Mühe!


Zitat

Original von Mumpitz

Zitat

Original von Stefanie
Die Blasenentzündung ging jetzt beim letzten Mal mit Blut im Urin einher.
Wirklich im Urin? Sichtbar, wenn ohne Teststreifen festgestellt? Oder doch spontanes Blut-Tröpfeln aus dem Penis?
Könnte natürlich rein theoretisch auch aus dem Penis stammen
Ausserdem leckt er sich vermehrt dann am Penis, welcher gerötet ist.
Könnte das theoretisch auch vom Lecken kommen?
Ob nun die Röte oder das Lecken zuerst da war, kann ich nicht mehr nachvollziehen
Der Urin wurde bisher nicht untersucht
Ich würde mal einen Teststreifen reinhalten lassen. Wäre sowieso wichtig, um gegen Ende der Behandlung feststellen zu können, ob die Blasenentzündung auch wirklich ausgeheilt ist (wenn es denn wirklich eine ist)
Es ist auch kein Vorhautkatarrh fest gestellt worden
Es "suppt" also nicht immer ein bißchen gelblich oder grünlich aus der Vorhaut?
Es hat gelblich/grün aus dem Penis bzw Vorhaut "gesuppt"
Da mein TA nichts dazu sagte, hab ich das auf die Entzündung geschoben.

Zitat

Es gibt neuerdings eine ganz gute Alternative zur chirurgischen Kastration...


welche Alternative?
Ein Implantat, wird wie der Mikrochip mit einer "Spritze" unter die Haut gesetzt, ähnlich wie neuerdings zur Verhütung bei Frauen - wirkt jeweils ein halbes Jahr und stellt den Rüden, nach anfänglichem "Aufschwung" hormonell absolut ruhig. Heißt "Suprelorin" - weiß nicht, ob man da unter Google schon etwas drüber findet, ist im Ausland schon länger zugelassen.

Hab gegoogelt und auch etwas gefunden.
Gibt es auch eine andere Alternative als ein Implantat, da dieses ja im Körper verbleibt.Und immerhin sind es dann ja zwei Stück pro Jahr.
Ich steh "Fremdkörpern" immer sehr skeptisch gegenüber.
Wie sieht es mit Wesensänderungen unter der Behandlung von Suprelorin aus?Hast Du damit schon Erfahrung?
Was passiert, wenn die Hoden schrumpfen und in die Leiste wandern? Hat das gesundheitliche Folgen für den Hund?
Was passiert bei allergischen Reaktionen auf das Medikament?Man kann es ja nicht mal "eben so" absetzen.
Was ist, wenn das/die Implantat/e wandern gehen?

Fragen ohne Ende
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Mumpitz

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6

Mittwoch, 17. September 2008, 22:39

Hallo Steffi!

Bin schrecklich müde, versuche aber doch noch eine ordentliche Antwort - bei Unklarheiten bitte nachfragen.

1. Es wäre sehr wichtig, festzustellen, ob er spontan aus dem Penis blutet, oder ob der Urin blutig ist.

2. Fast alle unkastrierten Rüden haben mehr oder weniger permanent eine leichte Vorhautentzündung (Präputialkatarrh), die sich meist in der Läufigkeitszeit verstärkt (weil die Jungs vermehrt da hin pinkeln, wo andere schon vorher waren), was zu vermehrtem Putzen fürhrt, was wiederum die Vorhautentzündung fördern kann usw. Man kann das kurzfristig durch eigens dafür hergestellte antiseptische Spül-Lösungen verbessern, manche Tierärzte geben auch Euter-Injektoren mit Antibiotika in die Vorhaut. Helfen tut das Ganze nur vorübergehend, und so lange Hund und/oder Besitzer mit dem "suppen" keine Probleme haben, empfehle ich, das unbehandelt zu lassen.

3. a) Die Implantate sind "Wachs"-Stifte, lösen sich also auf, so daß der Hund nicht über die Jahre eine Implantat-Sammlung wird. Auch die Wander-Gefahr ist somit keine.
b) Wenn sie hygienisch einwandfrei gesetzt werden, sollte es keine Komplikationen geben.
c) Da das Suprelorin in D sehr neu ist, habe ich bisher wenig Erfahrungen damit - 1 Hund, der es sehr gut vertragen hat.
d) Verhaltensänderungen sollen denen bei einer "echten" Kastration entsprechen, auch Appetit-Zunahme usw.
e) In den medizinischen Fach-Veröffentlichungen habe ich nichts davon gelesen, daß die Hoden in die Leiste wandern könnten. Ich kann mir das auch nicht vorstellen, denn ein Hoden, der jahrelang ordentlich da liegt, wo er hingehört (und da ja auch "festgemacht" ist, kriegt normalerweise nicht plötzlich das Wandern, auch nicht, wenn Rüde sie hochzieht wegen kalt...
f) Von allergischen reaktionen habe ich bislang nichts gelesen/gehört. Im Extremfall bliebe dann wohl nur die Chirurgie, bei der Gelegenheit könnte man dann gleich "richtig" kastrieren ;)

4. Alternative zu Implantat oder OP wäre noch sog. "chemische Kastration" per Injektion mit einem Anti-Androgen (z.B. Tardastrex). Wirkungsdauer abhängig vom Präparat: 4-12 Wochen. It aber relativ teuer, wenn man es öfter einsetzen muss. Nebenwirkungen wie OP oder Implantat

5. Weiteres Vorgehen: Ich würde, auch wenn sie nach Tast-Untersuchung nicht vergrößert ist, die Prostata abklären - per Ultraschall. Bei der Gelegenheit schallt man die Blase automatisch mit. Falls doch was mit der Prostata sein sollte, ist Kastration wie auch immer zwingend! Außer bei gutartigen Prostata-Veränderungen: Dafür gibt es ein auch recht neues Präparat: Ypozane (von Virbac) - 7 Tage, 7 Tabletten, daß keine Kastrations-Nebenwirkungen hat, weil es nicht den Hormon-Spiegel herunterfährt, sondern die Hormon-Rezeptoren an der Prostata blockiert.
Außerdem würde ich eine Urin-Untersuchung machen lassen, Teststreifen und Sediment (auch Hunde können Blasensteine haben)
Dann weitersehen....

Hoffe, es hilft ein bißchen!
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Stefanie

verrückte Nudel vom Dienst ;)

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7

Donnerstag, 18. September 2008, 12:03

Hallo Louise!

Vielen Dank für Deine Hilfe!

Dann weiß ich ja, worauf ich achten muss beim nächsten Mal, um das genau abklären zu können beim TA.

Das die Implantate aus Wachs sind und sich somit auflösen ist beruhigend zu wissen.

Danke!
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