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Stefanie

verrückte Nudel vom Dienst ;)

Beiträge: 1 794

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1

Freitag, 4. Februar 2011, 07:37

Frauenquote- nötig oder überflüssig ?

Umfrage

Brauchen wir eine Frauenquote

50%

Nein (2)

50%

Ja (2)

0%

Weiß nicht

Insgesamt 4 Stimmen
Hallo,

ein aktuelles Thema aus der Politik.


LG Steffi
Dein Lächeln ist Dein Regenschirm gegen die Tropfen des Lebens

Alle Frauen sind Engel, wenn ihre Flügel brechen ,fliegen sie auf Besen weiter

Stefanie

verrückte Nudel vom Dienst ;)

Beiträge: 1 794

Wohnort: Hamburg

2

Freitag, 4. Februar 2011, 07:41

Hallo!

Also ich persönlich sehe da auf anderen Ebenen dringenderen
Handlungsbedarf als den Firmen vorschreiben zu wollen, wie viel Prozent
ihrer Belegschaft welches Geschlecht haben müssen.

Vielleicht wäre es ja stattdessen schon mal ein Schritt in die richtige
Richtung: gleiches Geld für gleiche Arbeit. Da liegt doch sehr viel mehr
im Argen

LG STeffi

PS. und zu was zählen dann Transgender ?
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Domino

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Beruf: Ingenieurin (Nachrichtentechnik)

3

Freitag, 4. Februar 2011, 10:15

Moin!

Also... :D ich habe für "ja" gestimmt, bin da aber ein bißchen geteilter Meinung.

Nein, weil ich eigentlich nicht aufgrund von Quoten oder Sollvorgaben anders behandelt werden möchte. Mein Chef soll mich einstellen, weil ich ein guter Ingenieur bin und nicht, weil die Firma vorschreibt, daß X % der Führungspositionen mit Frauen zu besetzen sind (wenn denn welche zur Auswahl stehen).

Ja, weil Frauen in bestimmten Bereichen sonst keine Chance hätten. Leider sind viele Positionen, in denen Entscheidungen getroffen werden, von Männern besetzt - hab ich mich gestern gerade mit einem (männlichen) Kollegen drüber unterhalten. Wenn ich auf eine Stelle zwei Bewerber habe - einen Mann, eine Frau - dann müßte ich abwägen. Bei der Frau kann es gut sein, daß sie noch schwanger wird, und das vielleicht mehr als einmal - oder sich auf Halbtagsstellen oder sogar komplett aus dem Berufsleben zurückzieht, um eine Familie zu haben. Letztendlich bedeutet das viel Arbeit, viele Kosten - und vor allem Kosten ohne Gegenleistung, denn die Stelle der Frau im Mutterschutz bleibt ja für sie reserviert. Also muß jemand ihre Arbeit mitmachen oder es muß für Geld eine Vertretung eingestellt werden.
Außerdem gibt es in Stellenausschreibungen immer den aufgeweichten Satz: Frauen werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt blablabla. Ich habe jetzt schon mehrere Bewerbungsgespräche mitgemacht (auf Arbeitgeberseite) und mir ist klar geworden: Egal, wie geeignet eine Frau wirkt, die Jungs tendieren dazu, doch eher einen Mann einzustellen. Gerade im technischen Bereich wird vieles eher Männern zugetraut!

Gibt es eigentlich eine Männerquote im sozialen Bereich? :D

Bei Transgender würd ich nach dem Vornamen gehen kichern

Übrigens wird es in den USA so gehandhabt, daß bei einer Bewerbung sämtliche personenbezogene Daten unkenntlich gemacht werden, sobald die Unterlagen an die Leute geraten, die nachher über die Einstellung entscheiden. Heißt konkret: Ein Bewerbungsfoto ist absolut nicht erwünscht, Name und Vorname werden unkenntlich gemacht, Daten zum Familienstand ebenso. Es bewirbt sich also nur J.V. aus H. mit folgenden Kenntnissen und Fähigkeiten: ... Das finde ich fair! :thumbsup:

Gleiches Geld für gleiche Arbeit ist ein Ansatz, den ich auch absolut vertrete. Es sollte höchstens nach Lebensalter unterschieden werden, denn mein Kollege, der seit 30 Jahren hier ist, hat viel mehr Erfahrung als unser Geselle, der gerade seine Prüfung hatte und nun seit einer Woche Elektroniker ist. Aber der bekommt ja nach einer entsprechenden Anzahl von Jahren das gleiche Geld.
Bei uns ist das ein Riesenkampf, in der Werkstatt sind einige Elektroniker und einige Techniker (die kriegen dann mehr), von den Elektronikern bekommen aber 2 eine "Wissenschaftszulage", mit der sie fast so viel verdienen wie ein Techniker. Aber von einem Techniker wird viel mehr erwartet und er muß viel mehr leisten. Und letztendlich machen sie ja irgendwie doch alle die gleichen Arbeiten...

Klar ist auf anderen Ebenen auch Handlungsbedarf, aber Probleme gibt es an jeder Ecke, und ich denke, man sollte auch "kleinere" Probleme wie dieses angehen!
Liebe Grüße von Julia!

Stefanie

verrückte Nudel vom Dienst ;)

Beiträge: 1 794

Wohnort: Hamburg

4

Freitag, 4. Februar 2011, 10:56

Huhu Julia,

hm, mit den "eventuell sich aus dem Beruf zurück zu ziehen wegen Familie" hast Du auf der einen Seite zwar schon recht, aber auf der anderen Seite wird es Frauen, die berufstätig sein wollen , enorm schwer gemacht. Vor allem denjenigen , die Vollzeit gehen wollen.
Mutterschutz ist ja nur 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Entbindung ( bzw dem errechnetem Geburtstermin). Welche Alternativen ausser Rückzug/Erziehungsurlaub gibt es denn für Mütter,die arbeiten wollen?! Nicht wirklich realisierbare.
Morgens um 6 Uhr und abends bis 23 Uhr gibt es nicht viele Krippenplätze, die geöffnet haben.Und wenn man dann einen Platz hat, dann hat dieser wahrscheinlich noch Nachteile für einen selbst, zB nur bis 14 Uhr geöffnet, nur an Werktagen ( was ist mit Frauen, die am Wochenende ihrem Job nachgehen wollen wie zB medizinisches Personal), nicht flexibel verbindbar mit den unterschiedlichsten Schichtsystemen.
Seien wir doch mal ehrlich, die Kinderbetreuung ist doch wirklich nur auf "von morgens um 8 bis mittags um 12( mit Sonderstunde bis 13) " beschränkt. Alles weitere, was man tatsächlich braucht, wie zB Nachmittagsbetreuung, Mittagessen etc muss man alles extra bezahlen.
Wo wir damit beim nächsten Thema wären.Die Frage stellt sich dann meist zwangsläufig: Bleibt dann noch was vom Geld übrig?!Oder ist es lukrativer, als Mutter zu Hause zu bleiben und Erziehungsurlaub zu nehmen?!Und sich nur aufs Kind zu konzentrieren?!
Natürlich würde ich es begrüßen, wenn es mehr Frauen in Führungsriegen gibt, aber das per Quote oder Gesetz zu erzwingen, ist doch nicht das Gelbe vom Ei.
Und ich würde auch nicht gerne vorgestellt werden mit: das ist Frau G. unsere Quotenvorstandsmitarbeiterin kichern
Bewerbung unkenntlich machen?! Keine tolle Idee. Auch wenn es dann dafür sorgen würde, dass es nur nach Qualität geht.
Aber stellen wir uns doch einmal vor:Herr X hat ein Restaurant. Herr X sucht Personal in der Bedienung, also direkten Kundenkontakt. Herr X bekommt anonymisierte Bewerbungen und sucht rein nach der Qualität aus.Am nächsten Tag wirst Du von jemandem bedient, der ungepflegte Zähne, abgefressene Fingernägel etc hat. Das kann nicht im Sinn eines Geschäftsmannes wie Herrn X liegen. Herr X hat damit enorm viel Zeit und Geld verschwendet. All das hätte er schon im Vorfeld mit Sichtung des Lichtbildes als ad acta erledigt ansehen können.
Und so ist es bei allem, was mit Kundenkontakt zu tun hat.
Was im Büro ist, da spielt zB die Gepflegtheit eine untergeordnete Rolle, da stört es einen auch nicht wirklich, wenn der Neue den Mund aufmacht und nur faulige Stümpfe zum Vorschein kommen. Und in einer Autowerkstatt interessiert es mich auch nicht, wenn der Mechaniker ungepflegte Finger hat.
Und somit wäre es für jeden Arbeitgeber ein enormer Zeitaufwand, unzählige und vor allem unnütze Bewerbungstermine ab zu sprechen, um dann völlig geschockt dem Bewerber mit zu teilen,d ass er dann doch nicht geeignet wäre.

Nicht einfach.
Also wenn ich Chef wäre, wäre für mich sowieso das Auftreten und die Optik in erster Linie entscheidend. Wenn jemand, der in einer Bank arbeiten möchte, ein Bewerbungsfoto schickt, wo er in Luffi-Schluffi-Klamotten zu sehen ist, der würde von mir absolut keine Einladung bekommen, auch wenn seine Zensuren top wären. Sorry, der oder die nimmt das dann nicht ernst genug. Dann doch lieber jemanden nehmen, dessen Noten nicht so toll sind, der aber weiß, dass es in diesem Fall auch auf ein gepflegtes Äusseres ankommt. Und solch eine Selektion kann man halt nur machen, wenn die Bewerbung mit Lichtbild verschickt wird.Ansonsten würden die, deren Noten nicht prickelnd sind dafür aber andere Qualitäten haben( zB strahlendes Lächeln, Lebendigkeit etc) doch durchs Raster fallen.Das ist die Kehrseite der anonymisierten Bewerbungen.
Und in Deutschland sind die Jobs, in denen eher körperlich gearbeitet wird, sowieso rückläufig. Also wird sowieso vermehrt Augenmerk aufs Optische gerichtet.
Und was sollen schulisch grottenschlechte Jugendliche denn machen? Junges Mädchen, zB möchte Friseurin werden, hat die Schule nie ernst genommen, aber eine absolute Begabung fürs Haareschneiden und Färebn. Wer würde ihr denn aufgrund ihres 5er Zeugnis eine Chance geben auf ein Bewerbungsgespräch? Niemand! Wenn sie jedoch optisch schon den Eindruck macht, dass sie sich dafür interessiert, steigen ihre Chancen deutlich.

Alles echt nicht einfach

LG Steffi
Dein Lächeln ist Dein Regenschirm gegen die Tropfen des Lebens

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