Dienstag, 22. Mai 2012, 13:46 UTC+2

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

Stefanie

verrückte Nudel vom Dienst ;)

Beiträge: 1 794

Wohnort: Hamburg

1

Donnerstag, 2. September 2010, 07:54

Alle reden vom Atomausstieg.....

Alle reden vom Atomausstieg.....


aber dabei stellt sich doch die Frage: wäre es nicht erst einmal viel besser für alle , aus dem Zeitalter der Verschwendung von fossiler Brennstoffe aus zu steigen?!
Davon würden doch alle profitieren:die Umwelt, die Menschen im Allgemeinen, und natürlich auch wir als Verbraucher, weil wir weniger für die Subventionierung bezahlen müssten.
Diese Gelder könnten dann doch wohl viel gewinnbringender in die Unterstützung und Förderung von Wind-/Sonne-/Wasserernergie eingebracht werden.
Ich finde allein vom finanzierbaren her einen Ausstieg zur jetzigen Zeit aus der Atomenergie für nicht wirklich tragbar. Wenn ich dran denke, wie viel Strom die Firma von Dirk verbraucht, dass ist nicht bezahlbar ,wenn dieser Verbrauch aus erneuerbaren Energien bezogen werden müsste. Das würde für alle stromintensiven Produktionsstätten bedeuten, dass sie ins Ausland verlagert werden würde.Im Umkehrschluß würde es bedeuten, dass die Arbeitslosenzahlen durch die Decke schnellen würden.

Wie denkt ihr darüber?

LG Steffi
Dein Lächeln ist Dein Regenschirm gegen die Tropfen des Lebens

Alle Frauen sind Engel, wenn ihre Flügel brechen ,fliegen sie auf Besen weiter

Domino

Partnerforen

Beiträge: 317

Wohnort: Hamburg

Beruf: Ingenieurin (Nachrichtentechnik)

2

Donnerstag, 2. September 2010, 08:21

Ich halte beides nicht für ideal. Fossile Brennstoffe werden langsam aber sicher zur Neige gehen und die Nutzung von Atomkraft wird immer Rückstände hinterlassen, die man so schnell nicht sicher entsorgen kann.

Ich denke, es ist ein Fehler im System, den man jetzt nicht mehr ausbügeln kann. Es wurde einfach viel zu spät erkannt, daß die Energieerzeugung so auf Dauer nicht gut ist. Ich denke, wenn man früher angefangen hätte zu forschen, dann wären Methoden wie Solar- und Windenergie wesentlich weiter entwickelt und würden mit einem höheren Wirkungsgrad arbeiten.
Bei Solarzellen gibt es ja noch immer das Problem, daß sie in der Produktion nahezu so viel Energie verbrauchen, wie sie nachher während ihrer Lebensdauer wieder einfahren.

Über die Finanzierbarkeit läßt sich sicher diskutieren - ich denke aber auch nicht, daß man "einfach so" umsteigen könnte. Nicht nur, weil der alternativ gewonnene Strom zu teuer wäre - auch weil wir Menschen mehr Strom verbrauchen, als mit alternativen Mitteln erzeugt werden könnte. Da bin ich mir ziemlich sicher. Und die Firma von Dirk ist ja nur eine von vielen, die ernsthaft Strom lutschen - am DESY sieht es nicht anders aus, und auch meine ehemalige Firma (die Tag und Nacht und auch am WE Silizium schmilzt und Goldschichten aufdampft, Öfen laufen dort konstant auf 1500°C) ist ein wahrer Stromfresser. Ich weiß nicht, ob ein mittelgroßer Windpark allein dafür reichen würde... und dann hab ich immer noch kein heißes Kaffeewasser...
Liebe Grüße von Julia!